Die Kraft der Pflanzenstoffe

Der bekannte Satz Gegen alles ist ein Kraut gewachsen trägt durchaus Wahrheit in sich.

Pflanzenkunde bedeutet weit mehr, als „nur ein Kräuterchen zu verabreichen“.

Heilpflanzen können vielseitig eingesetzt werden – sowohl äußerlich in Form von Umschlägen, Tinkturen, Salben oder Ölen, als auch innerlich: etwa als Pulver, Tabletten oder Kapseln, in Mischungen, als Aufguss oder in Ölform, je nach Tierart und Bedarf.

Zahlreiche moderne Medikamente basieren ursprünglich auf Pflanzenwirkstoffen, was die Bedeutung der Kräuterkunde bis heute unterstreicht.

Phytotherapie kann bei Tieren in vielen Bereichen sinnvoll eingesetzt werden, z. B.:

Wirkstoffe der Phytotherapie:

  • Ätherische Öle – wirken antibakteriell, antiviral, entzündungshemmend oder beruhigend.
  • Bitterstoffe – regen Verdauung, Appetit und Stoffwechsel an.
  • Gerbstoffe (Tannine) – adstringierend, entzündungshemmend und schützend für Haut und Schleimhäute.
  • Flavonoide – antioxidativ, gefäßschützend und entzündungshemmend.
  • Saponine – schleimlösend, immunstärkend, stoffwechselanregend.
  • Schleimstoffe – beruhigend, schützend, reizlindernd bei Magen-Darm- und Atemwegsbeschwerden.
  • Alkaloide – stark wirksame Pflanzenstoffe mit vielfältigen Wirkungen, z. B. schmerzlindernd oder krampflösend.
  • Cumarine – blutverdünnend, gefäßschützend, krampflösend.
  • Glykoside – herzstärkend, schleimlösend oder abführend.